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	<title>Kramerkom - Interkulturelle Kommunikation, Thomas F. Kramer, Köln &#187; Länderwissen</title>
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		<title>Deutsch-amerikanische Zusammenarbeit</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Feb 2019 13:09:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tfk</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Arbeiten Deutsche und Amerikaner bei Projekten oder in internationalen Teams zusammen, so kann ich immer wieder den folgenden Grundkonflikt beobachten: Die Deutschen drängen darauf, zunächst einmal die Situation gründlich zu analysieren, um Fehler zu vermeiden und den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen. Amerikaner möchten hingegen möglichst schnell handeln und Ergebnisse schaffen, auf denen sie aufbauen können. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Arbeiten Deutsche und Amerikaner bei Projekten oder in internationalen Teams zusammen, so kann ich immer wieder den folgenden Grundkonflikt beobachten: Die Deutschen drängen darauf, zunächst einmal die Situation gründlich zu analysieren, um Fehler zu vermeiden und den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen. Amerikaner möchten hingegen möglichst schnell handeln und Ergebnisse schaffen, auf denen sie aufbauen können. Die ersten Ergebnisse müssen nicht ausgereift sein, sondern können später optimiert oder korrigiert werden. Aus deutscher Sicht wirkt das unlogisch, denn man muss etwas &#8220;wieder zurücknehmen&#8221;, was man gerade aufgebaut hat. Aus Amerikanischer Sicht wirkt das deutsche Vorgehen umständlich und praxisfern, denn man lernt nach Amerikanischer Sicht am besten durch Ausprobieren, welcher Weg gut geeignet ist.<span id="more-1704"></span></p>
<p>Die deutsche Haltung ist getragen von dem Willen, Fehler aus der Vergangenheit zu beseitigen. Hierzu gilt es einen Konsens über das weitere Vorgehen zu schaffen, der tragfähig ist für die weitere Zusammenarbeit. Der eingeschlagene Weg soll möglichst so beschritten werden, dass Fehler künftig unterbleiben. Die vorherige Analyse soll so so gründlich sein, dass der gewählte Weg als &#8220;richtig&#8221;, vielleicht sogar als &#8220;alternativlos&#8221; erachtet wird. Damit ist in Deutschland der Wille, einen vorherigen Weg zu verlassen, eher gering ausgeprägt. Protagonisten, die nachträgliche Änderungen wünschen, stören das erreichte Konsensgefühl.</p>
<p>Ganz anders ist das amerikanische Vorgehen. Hier geht es darum, möglichst schnell zu Handeln, erste Ergebnisse und Tatsachen zu schaffen, die die Führungskräfte und Mitarbeiter bei Bedarf nachbessern können. Projektarbeit ist im Vergleich zu Deutschland also eher ein Vortasten mit ständigem Optimierungsbedarf. Schaut man mit der deutschen Brille auf den amerikanischen Ansatz, so entsteht die Frage: &#8220;Warum ständig nachbessern? Mit etwas mehr Vorbereitung kann man sich den Aufwand für Nachbesserungen doch sparen!&#8221;</p>
<p>Hinter der deutschen Haltung steckt die Überzeugung, dass sich eine gründliche Vorbereitung zu anschließender Fehlervermeidung und zu einer nahezu idealen Vorgehensweise führt. Aus deutscher Sicht hat es also einen Wert, viel Energie in Analyse und Vorbereitung zu stecken. Für Amerikaner gilt eine quasi umgekehrte Überzeugung: Wenn ich zügig erste Ergebnisse schaffe, kann ich auf diesem aufbauen, selbst wenn diese Teilschritte noch nicht ganz ausgereift sind. Damit kann ich schneller am Markt sein. Ich habe  einen Vorteil gegenüber Wettbewerbern und ermögliche es mir, über das Prinzip &#8220;Trial and Error&#8221; ständig hinzuzulernen. Die amerikanische Arbeitshaltung ist damit spielerischer und auch sportlicher als die deutsche. Verkürzt könnte man sagen: Im deutschen Arbeitsleben ist es peinlich hinzufallen, deswegen überlegt man sich genau, wohin man läuft. Im amerikanischen Arbeitsleben rechnet man damit, ab und zu sowieso hinzufallen. Deshalb steht man schnell wieder auf. Aber es ist wichtig, schon einmal loszulaufen, um als erster im Ziel zu sein.</p>
<p>Fortsetzung folgt&#8230;</p>
<p>Woher kommen diese unterschiedlichen Prägungen?<br />
Was können Deutsche und Amerikaner tun, um gut zusammenzuarbeiten?</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Griechische Tragödie</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Jan 2015 19:07:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tfk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaftliche Debatten]]></category>
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		<description><![CDATA[Wohin treibt Griechenland? Meine griechischen Freunde sind entsetzt über die Politik des neuen Premierministers Alexis Tsipras. Bei meinem letzten Griechenlandbesuch vor wenigen Wochen waren sich die meisten meiner Gesprächspartner einig: Griechenland braucht Reformen, und Griechenland braucht Druck von außen, damit diese Reformen beibehalten werden. Der Weg, den Griechenland in Abstimmung mit der Troika begonnen habe, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wohin treibt Griechenland?</strong></p>
<p>Meine griechischen Freunde sind entsetzt über die Politik des neuen Premierministers Alexis Tsipras. Bei meinem letzten Griechenlandbesuch vor wenigen Wochen waren sich die meisten meiner Gesprächspartner einig: Griechenland braucht Reformen, und Griechenland braucht Druck von außen, damit diese Reformen beibehalten werden. Der Weg, den Griechenland in Abstimmung mit der Troika begonnen habe, meinten sie, sollte fortgesetzt werden. „Leider sind wir Griechen aber keine Teamspieler“, sagte mir eine Pädagogin<span id="more-1466"></span>, die mehrere Jahre in der Schweiz und in Schweden gelebt hat. „Wir sind selbst zu oft zerstritten. Aber wir brauchen mehr Zusammenhalt, damit die Reformen wirken.“</p>
<p>Am Freitag [30.01.2015] hatte Tsipras&#8217; Finanzminister Giannis Varoufakis die Zusammenarbeit mit der Troika aus Vertretern der Europäischen Zentralbank, der Europäischen Kommission und des Internationalen Währungsfonds in einer Pressekonferenz aufgekündigt. („Unser Land weigert sich, mit der Troika zu kooperieren.&#8221;) Kurze Zeit später relativierte er seine Aussagen in einem Interview mit der BBC. Die neue griechische Regierung wolle die Strukturreformen nicht umkehren, sondern sogar vertiefen, sagte er. Der Frage, ob er keine weiteren Geldzahlungen annehmen werde, wich er mehrfach aus (<a title="BBC-Interview mit Giannis Varoufakis" href="https://www.youtube.com/watch?v=BiIO4YciewU&amp;sns=tw%20%E2%80%A6%20via%20@youtube" target="_blank">hier das Interview im Original</a>).</p>
<p><strong>Regierungskritische Stimmen aus Griechenland</strong></p>
<p>Die griechische Gesellschaft ist tief gespalten in Tsipras-Befürworter und -kritiker. Viele Griechen, insbesondere aus der gebildeten Mittelschicht, machen sich große Sorgen um die Zukunft ihres Landes. Diese Stimmen werden aber derzeit in der deutschen Öffentlichkeit wenig wahrgenommen. Ich dokumentiere deshalb im Folgenden die Zuschrift eines griechischen Universitätsprofessors (Universität Ioannina) der mir schreibt:</p>
<blockquote><p>“Was Tsipras verspricht, ist reiner Populismus. Er spielt nur mit der Verzweiflung der Menschen, die nach sechs Jahren Sparpaketen keine Verbesserung, sondern Verschlechterungen in ihrem Leben gesehen haben, ohne ihnen die wahren Gründe für die Krise zu nennen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es ist haarsträubend, was sein Kabinett sehr rasch und gedankenlos in Bereichen wie Erziehung, wo man gute Reformen (wie die Diamantopoulou-Hochschulenreform) ohne Geldkosten anullieren kann, zu demolieren begonnen hat. Ich halte die aktuelle Regierung für eine gefährliche Bande.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich habe fast nie Träume. Aber vorgestern Nacht träumte ich davon, dass ich Drachmen vom Geldautomaten abheben musste, und ich war traurig. Ich dachte mir: ,Wie schade, ich habe so vieles einbüßen müssen, damit sich die Lage langfristig bessert, aber nun scheinen unsere Anstrengungen umsonst gewesen zu sein.‘</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich hoffe, dass Frau Merkel und die anderen EU-Partner weiter konsequent bleiben, damit wir Griechen, die schon so vieles verlieren mussten, nicht vollends in die Katastrophe getrieben werden.“</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Schottisches Referendum</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Sep 2014 23:47:30 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Unzufriedenheit mit London bleibt Beim Referendum über die staatliche Unabhängigkeit haben die Schotten mehrheitlich mit Nein gestimmt. Der britische Premier David Cameron gab im Vorfeld zu, dass er aufgrund des ungewissen Wahlausgangs nervös sei. Lange Zeit galt ein negativer Wahlausgang als gewiss; erst als sich ein starker Stimmungswandel Richtung Unabhängigkeit abzeichnete, reagierte die Regierung mit [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unzufriedenheit mit London bleibt<br />
</strong></p>
<p>Beim Referendum über die staatliche Unabhängigkeit haben die Schotten mehrheitlich mit Nein gestimmt. Der britische Premier David Cameron gab im Vorfeld zu, dass er aufgrund des ungewissen Wahlausgangs nervös sei. Lange Zeit galt ein negativer Wahlausgang als gewiss; erst als sich ein starker Stimmungswandel Richtung Unabhängigkeit abzeichnete, reagierte die Regierung mit der Aussicht auf weitere Autonomie für Schottland. Interessanterweise war es Cameron selbst, der 2012 den Vorschlag des SNP-Chefs Alex Salmond zu einer dritten Antwortmöglichkeit im Referendum (Ausweitung der Autonomie bei gleichzeitigem Verbleib in der Union) zurückwies und auf der Zuspitzung &#8220;Unabhängigkeit &#8211; ja oder nein?&#8221; bestand.<span id="more-1403"></span> Vielleicht hoffte er so, die Debatte nach dem Referendum zu beenden. Nach der Abstimmung bleibt nun die Erkenntnis, dass sehr viele Schotten, aber auch zunehmend Engländer, Waliser und Nordiren mit den  bestehenden Verhältnissen im Vereinigten Königreich weiterhin unzufrieden sind. Die Debatte wird sich also fortsetzen.</p>
<p><strong>Cameron: &#8220;Mir würde das Herz brechen&#8230;&#8221;</strong></p>
<p>Vor dem Referendum sagte Cameron: &#8220;Mir würde das Herz brechen, wenn es diese Nationenfamilie auseinanderrisse.&#8221; Er bot den Schotten wenige Tage vor der Abstimmung überraschend die zuvor ausgeschlossene dritte Möglichkeit an, aber nur dann, wenn diese mit &#8220;Nein&#8221; gegen die Unabhängigkeit stimmen. Ansonsten gebe es &#8220;kein Zurück&#8221;, erklärte er. Es könnte genau diese Mischung aus Umschmeichlung und Drohungen sein, die viele noch unentschiedene Wähler in Schottland als widersprüchlich empfanden und dazu bewog, für die Unabhängigkeit zu stimmen, auch wenn es keine Mehrheit für diesen Schritt gab.</p>
<p><strong>Reformen in Schottland, Reformstau in England<br />
</strong></p>
<p>Schottland und England haben sich in den letzten Jahrzehnten politisch und gesellschaftlich immer weiter auseinanderentwickelt. Auch wenn es viele verbindende Elemente in der Identität gibt, so haben sich die Schotten &#8211; ablesbar an den  Wahlergebnissen &#8211; vom konservativen Nach-Thatcher-Liberalismus deutlich entfernt. Gerade ein einziger Wahlkreis in Schottland wird von einem konservativen Abgeordneten gehalten. Für das schottische Parlament gilt das Verhältniswahlrecht, für das Unterhaus hingegen weiterhin das Mehrheitswahlrecht. Schottland wollte im Falle einer Unabhängigkeit eine geschriebene Verfassung verabschieden. Das Vereinigte Königreich ist nämlich das einzige Land in der EU und im britischen Commonwealth, das immer noch keine Verfassung besitzt. Eine zweite Parlamentskammer wie das britische Oberhaus mit ernannten (nicht gewählten) Abgeordneten, die zwar weitreichende Befugnisse haben, aber keine demokratische Legitimation, soll es in Schottland nicht geben.</p>
<p><strong>Großbritannien steht vor einer Föderalismusdebatte</strong></p>
<p>Schottland hat höhere Sozialausgaben als das restliche Vereinigte Königreich; die Universitäten erheben keine Studiengebühren. Insgesamt bewegt sich Schottland immer weiter hin zu einem eher europäisch geprägten Gesellschaftsmodell sozialer Marktwirtschaft mit reformierten Institutionen, während sich die zentralen politischen Institutionen in London in der Nach-Thatcher-Ära gegenüber Reformen weitgehend resistent zeigten und sich England eher für ein marktliberales amerikanisches Modell entschied. Im gesamten Vereinigten Königreich gab und gibt es zwar auch immer wieder Debatten um poltitische Reformen zum Wahlsystem, zur Legitimation der Oberhausabgeordneten, zu weiterer Dezentralisierung, zu mehr Autonomie auch für andere Regionen wie Wales und Nordirland, aber die meisten Projekte geraten nach einer Diskussionsphase ins Stocken und verlaufen im Sande.</p>
<p>Das Referendum konfrontiert nun auch England mit konstitutionellen Fragen und inneren Reformen. Am Wahlabend schlugen mehrere britische Politiker vor, England solle künftig über seine Belange selbst entscheiden, auch wenn Schottland in der Union verbleibt. Das bedeutet, auch England könnte ein eigenes englisches Parlament wählen lassen. Das wäre der Beginn einer ernsthaften Föderalismusdebatte im Vereinigten  Königreich.</p>
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		<title>Geschäftsessen in China</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Aug 2012 14:41:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tfk</dc:creator>
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		<category><![CDATA[China]]></category>
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		<category><![CDATA[Geschäftsessen in China]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie soll ich mich verhalten? Muss ich Hühnerfüße essen? Ein Essen mit Geschäftspartnern hat in China einen hohen Stellenwert und dient der Beziehungspflege. Als deutscher Besucher werden Sie bestimmt von Ihrem chinesischen Geschäftspartner zum Essen eingeladen. Dabei ist vieles ungewohnt: Der Umgang mit Stäbchen, unbekannte Gerichte, andere Tischsitten. Es ist von Vorteil, wenn Sie einige [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie soll ich mich verhalten? Muss ich Hühnerfüße essen?<br />
</strong></p>
<p>Ein Essen mit Geschäftspartnern hat in China einen hohen Stellenwert und dient der Beziehungspflege. Als deutscher Besucher werden Sie bestimmt von Ihrem chinesischen Geschäftspartner zum Essen eingeladen. Dabei ist vieles ungewohnt: Der Umgang mit Stäbchen, unbekannte Gerichte, andere Tischsitten. Es ist von Vorteil, wenn Sie einige chinesische Grundregeln zur Etikette im Restaurant kennen.<span id="more-813"></span></p>
<p>Ein Abendessen schließt sich meist sofort an einen Geschäftstermin an und beginnt häufig bereits zwischen 17.30 und 18.30 Uhr, also früher als in Deutschland. Wenn Sie geschäftlich ins Restaurant eingeladen werden, führt man Sie normalerweise in einen separaten Speiseraum. Dort findet sich ein runder Tisch mit einer drehbaren Glasplatte, auf der die Gerichte serviert werden, so dass alle Tischgäste reihum die verschiedenen Speisen erreichen können.</p>
<p><strong>Die Sitzordnung: Wichtige Botschaften</strong></p>
<p>Bei der Ankunft im Speiseraum gilt es, eine Sitzordnung zu beachten. Der höchstrangige Verteter der Gastgeberseite hat die Tischposition gegenüber der Eingangstür und damit den besten Überblick. Dieser Sitzplatz ist in vielen Restaurants durch eine höhere Serviette gekennzeichnet. Aus Großzügigkeit wird man Ihnen genau diesen Platz anbieten. Dieses Angebot sollten Sie aber höflich ausschlagen und stattdessen den Platz links neben der Gastgeberposition einnehmen. Wenn Sie in Begleitung einer Dolmetscherin/eines Dolmetschers sind, so sitzt diese/r wiederum links von Ihnen. Rechts vom Hauptgastgeber oder ihm gegenüber sitzten die in der Hierarchie nachfolgenden Vertreter der Gastgeberseite.</p>
<p>Bei wiederkehrenden Restaurantbesuchen mit eher informellem Charakter weichen diese Etiketteregeln auf und werden weniger beachtet. Höherrangige Vertreter der Gastgeberseite lassen sich bei solchen Routineterminen meist vertreten.</p>
<p><strong>Hühnerfüße und andere Leckerbissen</strong></p>
<p>Die chinesische Küche ist sehr abwechslungsreich und je nach Region unterschiedlich stark gewürzt. Ähnlich wie in Frankreich und Italien hat sich in den vergangenen Jahrhunderten an den Höfen der Regierenden eine raffinierte Hochküche herausgebildet, deren Traditionen in der Gastronomie bis heute fortdauern. Den größten Kontrast zu europäischen Geschmacksgewohnheiten bilden wahrscheinlich die mit Pfeffer und Chili sehr scharf gewürzten Speisen in der Provinz Sichuan und im angrenzenden Chongqing. Dort gibt es auch den traditionellen <a title="Wikipedia: Feuertopf" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Feuertopf" target="_blank">Feuertopf</a> (englisch: <strong>hot pot</strong>), bei dem die Speisen zum Garen in scharf gewürztes Öl getaucht werden. Viele Gerichte sind für den westlichen Gaumen ungewohnt, wie z. B. Hühnerfüße, Quallen oder gewürfelte Schweinsohren.</p>
<p><strong>Was tun, wenn ich bestimmte Speisen nicht mag?</strong></p>
<p>Das Angebot auf dem Tisch wird meist so abwechslungsreich sein, dass Sie etwas nach Ihrem Geschmack finden. Ich habe schon unzählige Restaurants in China besucht, und bis heute ist es mir nicht vorgekommen, dass man Hunde, Katzen, Affen oder gar Ratten serviert hätte. Entsprechende Gerichte gibt es zwar, aber deren Konsum ist selbst für chinesische Verhältnisse eher selten und beschränkt sich auf bestimmte Gesellschaftsschichten oder Regionen.</p>
<p><strong>Mutig probieren&#8230;</strong></p>
<p>Vielen Chinesen ist bewusst, dass westliche Besucher bei einigen Speisen zögern. Trotzdem wird man Sie wohlwollend auffordern, alles zu probieren. Manchmal serviert Ihnen auch ein Tischnachbar einige Happen mit seinen Stäbchen. Das ist nett gemeint, auch wenn es aus westlicher Sicht etwas aufdringlich erscheint. Probieren Sie einfach! Was Sie überhaupt nicht mögen, können Sie auf Ihrem Teller liegenlassen. Wenn Sie mutig probieren, werden Sie in den meisten Fällen angenehm überrascht sein.</p>
<blockquote>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Tipps für Ihr Geschäftsessen  in China</strong></p>
<ul style="padding-left: 30px;">
<li>Nehmen Sie möglichst nicht den zentralen Platz gegenüber der Tür ein. Dieser ist dem zahlenden Gastgeber vorbehalten.</li>
<li>Üblicherweise wird mit Stäbchen gegessen, aber Besteck ist fast immer auf Anfrage erhältlich. Man wird Verständnis aufbringen, falls Sie den Umgang mit Stäbchen nicht beherrschen.</li>
<li>Sie  können Ihren Gastgeber beeindrucken, indem Sie routiniert mit Stäbchen essen. Wenn Sie es schaffen, eine einzelne Erdnuss zwischen zwei Stäbchen zum Mund zu führen, sind Sie ein Könner!</li>
<li>Speisen, die Sie verzehren möchten, halten Sie mit den Stäbchen über der runden Porzellanschale oder legen Sie darin vorübergehend ab. Die Porzellanschale hat die Funktion unseres westlichen Tellers.</li>
<li>Der mittelgroße Teller vor Ihnen dient der Aufnahme von Speiseresten wie Knochen, Fischgräten, Fruchtschalen usw. Er hat eine andere Funktion als im Westen und wird vom Restaurantpersonal regelmäßig gegen einen neuen Teller ausgetauscht.</li>
<li>Falls Sie bestimmte Speisen überhaupt nicht probieren mögen, empfiehlt sich ein Hinweis auf Unverträglichkeiten oder Allergien. Vermeiden Sie zu schroffe Zurückweisungen oder den Ausdruck von Ekel.</li>
<li>Erfahrene Dolmetscher sind Ihnen behilflich, indem sie sich bei der Bestellung der Speisen diskret mit den Gastgebern abstimmen und eine Vorauswahl treffen, die Ihren Vorstellungen entspricht.</li>
<li>Gegen Ende des Essens werden zusätzliche Portionen Reis oder Nudeln serviert. Diese Extraportionen sind nur &#8220;Sattmacher&#8221; zum Abschluss und werden meist nicht vollständig verzehrt.</li>
<li>Wenn Sie nach ausgiebigem Essen gefragt werden, ob Sie noch mehr Reis oder Nudeln möchten, lehnen Sie höflich ab. Anderenfalls nimmt man an, Sie seien nicht satt geworden oder es habe Ihnen bisher nicht geschmeckt.</li>
<li>Der ranghöchste Gastgeber gibt ein Signal, dass das Essen beendet ist. Anschließend stehen alle Tischgäste auf und verlassen gemeinsam das Restaurant.</li>
<li>In den internationalen Hotels gibt es immer ein chinesisches und ein westliches Restaurant. Wenn Sie in China  unterwegs sind, sollten Sie damit rechnen, dass selbst in großen Hotels viele Restaurants schon ab 21 Uhr geschlossen sind. Nach dieser Zeit müssen Sie mit dem Zimmerservice vorlieb nehmen oder sich außerhalb des Hotels versorgen.</li>
</ul>
</blockquote>
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		<title>Irland: Historischer Staatsbesuch der Queen</title>
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		<pubDate>Tue, 17 May 2011 13:28:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tfk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Länderwissen]]></category>
		<category><![CDATA[Elizabeth II.]]></category>
		<category><![CDATA[Großbritannien]]></category>
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		<category><![CDATA[Mentalitätsunterschiede]]></category>
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		<category><![CDATA[Vereinigtes Königreich]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist der erste Besuch eines britischen Staatsoberhauptes in Irland seit 100 Jahren: Königin Elizabeth II. ist heute zu einem Staatsbesuch in Dublin eingetroffen. Als ihr Großvater König George V. Irland 1911 besuchte, gehörte die Insel noch vollständig zum Vereinigten Königreich. Der Anglo-Irische Vertrag von 1921 beendete jahrelange kriegerische Aufstände der Iren gegen die britische [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist der erste Besuch eines britischen Staatsoberhauptes in Irland seit 100 Jahren: Königin Elizabeth II. ist heute zu einem Staatsbesuch in Dublin eingetroffen. Als ihr Großvater König George V. Irland 1911 besuchte, gehörte die Insel noch vollständig zum Vereinigten Königreich. Der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anglo-Irischer_Vertrag" target="_blank">Anglo-Irische Vertrag</a> von 1921 beendete jahrelange kriegerische Aufstände der Iren gegen die britische Herrschaft. Der südliche Teil Irlands war fortan ein eigenständiges Herrschaftsgebiet innerhalb des Britischen Weltreiches (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dominion" target="_blank">Dominion</a>).<span id="more-511"></span></p>
<p><strong>Mentalitätsunterschiede zu Großbritannien</strong></p>
<p>Trotz langer gemeinsamer Geschichte unterscheiden sich die Iren kulturell von den Briten. Wie an der Peripherie Großbritanniens (Schottland, Wales) ist der keltische Einfluss größer als der angelsächsisch-normannische. Der Kommunikationsstil ist lebhafter als in England, weniger förmlich und meist ungezwungen herzlich. Man liebt Geschichten, poetische Ausdrücke und philosophische Betrachtungen. Nur eines möchten die Iren nicht: Für Engländer gehalten werden.</p>
<p>Bei der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fe_Hungersnot_in_Irland" target="_blank">großen Hungersnot</a> im 19. Jahrhundert kamen weit mehr als eine Million Menschen ums Leben. Die damaligen politischen Verhältnisse, insbesondere das Verhalten der englischen Großgrundbesitzer und der Regierung in London, trugen zum großen Ausmaß der Hungersnot bei. Entsprechend ausgeprägt war in der Folgezeit die Tendenz vieler Iren, sich gegen England abzugrenzen.</p>
<p><strong>Trotz Freiheitsdrang weiterhin enge Verbundenheit<br />
</strong></p>
<p>Mit dem Austritt aus dem Britischen Commonwealth 1949 erlangte Irland seine vollständige Unabhängigkeit als Republik. Irland ist seit 1973 Mitglied der EU und gehört zu den Euro-Ländern, ist aber wie Großbritannien nicht Teil des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schengener_Abkommen" target="_blank">Schengen-Raums</a>. Zwischen der Republik Irland und Nordirland gibt es eine 360 km lange <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Irish_border" target="_blank">offene Landgrenze</a>. Trotz historischer Spannungen gilt ein Abkommen über ein Gebiet gemeinsamer Grenzkontrollen und interner Reisefreiheit mit dem Vereinigten Königreich (<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Common_Travel_Area" target="_blank">Common Travel Area</a>). Dieses Abkommen verhindert einen einseitigen Vollbeitritt Irlands zum Schengen-Gebiet.</p>
<p>(tfk)</p>
<p><strong>Sie interessieren sich für ein interkulturelles Training oder eine Beratung zum Thema Irland und Großbritannien?</strong> Dann klicken Sie <a href="http://www.kramerkom.de/kompetenzen/kulturen-verstehen/">hier</a> oder nehmen Sie direkt mit mir <a href="http://www.kramerkom.de/kontakt/">Kontakt</a> auf.</p>
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