<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Kramerkom - Interkulturelle Kommunikation, Thomas F. Kramer, Köln &#187; Interkulturelle Kompetenz</title>
	<atom:link href="http://www.kramerkom.de/category/interkulturelle-kompetenz/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.kramerkom.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Wed, 09 Oct 2024 14:02:05 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.5.2</generator>
		<item>
		<title>Deutsch-amerikanische Zusammenarbeit</title>
		<link>http://www.kramerkom.de/2019/02/01/deutsch-amerikanische-zusammenarbeit/</link>
		<comments>http://www.kramerkom.de/2019/02/01/deutsch-amerikanische-zusammenarbeit/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 01 Feb 2019 13:09:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tfk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Führungskräfte]]></category>
		<category><![CDATA[Interkulturelle Kompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Länderwissen]]></category>
		<category><![CDATA[Amerikaner]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch-amerikanische Zusammenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Teams]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kramerkom.de/?p=1704</guid>
		<description><![CDATA[Arbeiten Deutsche und Amerikaner bei Projekten oder in internationalen Teams zusammen, so kann ich immer wieder den folgenden Grundkonflikt beobachten: Die Deutschen drängen darauf, zunächst einmal die Situation gründlich zu analysieren, um Fehler zu vermeiden und den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen. Amerikaner möchten hingegen möglichst schnell handeln und Ergebnisse schaffen, auf denen sie aufbauen können. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Arbeiten Deutsche und Amerikaner bei Projekten oder in internationalen Teams zusammen, so kann ich immer wieder den folgenden Grundkonflikt beobachten: Die Deutschen drängen darauf, zunächst einmal die Situation gründlich zu analysieren, um Fehler zu vermeiden und den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen. Amerikaner möchten hingegen möglichst schnell handeln und Ergebnisse schaffen, auf denen sie aufbauen können. Die ersten Ergebnisse müssen nicht ausgereift sein, sondern können später optimiert oder korrigiert werden. Aus deutscher Sicht wirkt das unlogisch, denn man muss etwas &#8220;wieder zurücknehmen&#8221;, was man gerade aufgebaut hat. Aus Amerikanischer Sicht wirkt das deutsche Vorgehen umständlich und praxisfern, denn man lernt nach Amerikanischer Sicht am besten durch Ausprobieren, welcher Weg gut geeignet ist.<span id="more-1704"></span></p>
<p>Die deutsche Haltung ist getragen von dem Willen, Fehler aus der Vergangenheit zu beseitigen. Hierzu gilt es einen Konsens über das weitere Vorgehen zu schaffen, der tragfähig ist für die weitere Zusammenarbeit. Der eingeschlagene Weg soll möglichst so beschritten werden, dass Fehler künftig unterbleiben. Die vorherige Analyse soll so so gründlich sein, dass der gewählte Weg als &#8220;richtig&#8221;, vielleicht sogar als &#8220;alternativlos&#8221; erachtet wird. Damit ist in Deutschland der Wille, einen vorherigen Weg zu verlassen, eher gering ausgeprägt. Protagonisten, die nachträgliche Änderungen wünschen, stören das erreichte Konsensgefühl.</p>
<p>Ganz anders ist das amerikanische Vorgehen. Hier geht es darum, möglichst schnell zu Handeln, erste Ergebnisse und Tatsachen zu schaffen, die die Führungskräfte und Mitarbeiter bei Bedarf nachbessern können. Projektarbeit ist im Vergleich zu Deutschland also eher ein Vortasten mit ständigem Optimierungsbedarf. Schaut man mit der deutschen Brille auf den amerikanischen Ansatz, so entsteht die Frage: &#8220;Warum ständig nachbessern? Mit etwas mehr Vorbereitung kann man sich den Aufwand für Nachbesserungen doch sparen!&#8221;</p>
<p>Hinter der deutschen Haltung steckt die Überzeugung, dass sich eine gründliche Vorbereitung zu anschließender Fehlervermeidung und zu einer nahezu idealen Vorgehensweise führt. Aus deutscher Sicht hat es also einen Wert, viel Energie in Analyse und Vorbereitung zu stecken. Für Amerikaner gilt eine quasi umgekehrte Überzeugung: Wenn ich zügig erste Ergebnisse schaffe, kann ich auf diesem aufbauen, selbst wenn diese Teilschritte noch nicht ganz ausgereift sind. Damit kann ich schneller am Markt sein. Ich habe  einen Vorteil gegenüber Wettbewerbern und ermögliche es mir, über das Prinzip &#8220;Trial and Error&#8221; ständig hinzuzulernen. Die amerikanische Arbeitshaltung ist damit spielerischer und auch sportlicher als die deutsche. Verkürzt könnte man sagen: Im deutschen Arbeitsleben ist es peinlich hinzufallen, deswegen überlegt man sich genau, wohin man läuft. Im amerikanischen Arbeitsleben rechnet man damit, ab und zu sowieso hinzufallen. Deshalb steht man schnell wieder auf. Aber es ist wichtig, schon einmal loszulaufen, um als erster im Ziel zu sein.</p>
<p>Fortsetzung folgt&#8230;</p>
<p>Woher kommen diese unterschiedlichen Prägungen?<br />
Was können Deutsche und Amerikaner tun, um gut zusammenzuarbeiten?</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kramerkom.de/2019/02/01/deutsch-amerikanische-zusammenarbeit/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Griechische Tragödie</title>
		<link>http://www.kramerkom.de/2015/01/31/griechische-tragodie/</link>
		<comments>http://www.kramerkom.de/2015/01/31/griechische-tragodie/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 31 Jan 2015 19:07:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tfk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaftliche Debatten]]></category>
		<category><![CDATA[Interkulturelle Kompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Länderwissen]]></category>
		<category><![CDATA[Wertedebatte]]></category>
		<category><![CDATA[Alexis Tsipras]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Reformen]]></category>
		<category><![CDATA[Schuldenkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Troika]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Ioannina]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kramerkom.de/?p=1466</guid>
		<description><![CDATA[Wohin treibt Griechenland? Meine griechischen Freunde sind entsetzt über die Politik des neuen Premierministers Alexis Tsipras. Bei meinem letzten Griechenlandbesuch vor wenigen Wochen waren sich die meisten meiner Gesprächspartner einig: Griechenland braucht Reformen, und Griechenland braucht Druck von außen, damit diese Reformen beibehalten werden. Der Weg, den Griechenland in Abstimmung mit der Troika begonnen habe, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wohin treibt Griechenland?</strong></p>
<p>Meine griechischen Freunde sind entsetzt über die Politik des neuen Premierministers Alexis Tsipras. Bei meinem letzten Griechenlandbesuch vor wenigen Wochen waren sich die meisten meiner Gesprächspartner einig: Griechenland braucht Reformen, und Griechenland braucht Druck von außen, damit diese Reformen beibehalten werden. Der Weg, den Griechenland in Abstimmung mit der Troika begonnen habe, meinten sie, sollte fortgesetzt werden. „Leider sind wir Griechen aber keine Teamspieler“, sagte mir eine Pädagogin<span id="more-1466"></span>, die mehrere Jahre in der Schweiz und in Schweden gelebt hat. „Wir sind selbst zu oft zerstritten. Aber wir brauchen mehr Zusammenhalt, damit die Reformen wirken.“</p>
<p>Am Freitag [30.01.2015] hatte Tsipras&#8217; Finanzminister Giannis Varoufakis die Zusammenarbeit mit der Troika aus Vertretern der Europäischen Zentralbank, der Europäischen Kommission und des Internationalen Währungsfonds in einer Pressekonferenz aufgekündigt. („Unser Land weigert sich, mit der Troika zu kooperieren.&#8221;) Kurze Zeit später relativierte er seine Aussagen in einem Interview mit der BBC. Die neue griechische Regierung wolle die Strukturreformen nicht umkehren, sondern sogar vertiefen, sagte er. Der Frage, ob er keine weiteren Geldzahlungen annehmen werde, wich er mehrfach aus (<a title="BBC-Interview mit Giannis Varoufakis" href="https://www.youtube.com/watch?v=BiIO4YciewU&amp;sns=tw%20%E2%80%A6%20via%20@youtube" target="_blank">hier das Interview im Original</a>).</p>
<p><strong>Regierungskritische Stimmen aus Griechenland</strong></p>
<p>Die griechische Gesellschaft ist tief gespalten in Tsipras-Befürworter und -kritiker. Viele Griechen, insbesondere aus der gebildeten Mittelschicht, machen sich große Sorgen um die Zukunft ihres Landes. Diese Stimmen werden aber derzeit in der deutschen Öffentlichkeit wenig wahrgenommen. Ich dokumentiere deshalb im Folgenden die Zuschrift eines griechischen Universitätsprofessors (Universität Ioannina) der mir schreibt:</p>
<blockquote><p>“Was Tsipras verspricht, ist reiner Populismus. Er spielt nur mit der Verzweiflung der Menschen, die nach sechs Jahren Sparpaketen keine Verbesserung, sondern Verschlechterungen in ihrem Leben gesehen haben, ohne ihnen die wahren Gründe für die Krise zu nennen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es ist haarsträubend, was sein Kabinett sehr rasch und gedankenlos in Bereichen wie Erziehung, wo man gute Reformen (wie die Diamantopoulou-Hochschulenreform) ohne Geldkosten anullieren kann, zu demolieren begonnen hat. Ich halte die aktuelle Regierung für eine gefährliche Bande.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich habe fast nie Träume. Aber vorgestern Nacht träumte ich davon, dass ich Drachmen vom Geldautomaten abheben musste, und ich war traurig. Ich dachte mir: ,Wie schade, ich habe so vieles einbüßen müssen, damit sich die Lage langfristig bessert, aber nun scheinen unsere Anstrengungen umsonst gewesen zu sein.‘</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich hoffe, dass Frau Merkel und die anderen EU-Partner weiter konsequent bleiben, damit wir Griechen, die schon so vieles verlieren mussten, nicht vollends in die Katastrophe getrieben werden.“</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kramerkom.de/2015/01/31/griechische-tragodie/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schottisches Referendum</title>
		<link>http://www.kramerkom.de/2014/09/19/schottisches-referendum/</link>
		<comments>http://www.kramerkom.de/2014/09/19/schottisches-referendum/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 18 Sep 2014 23:47:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tfk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaftliche Debatten]]></category>
		<category><![CDATA[Interkulturelle Kompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Länderwissen]]></category>
		<category><![CDATA[Alex Salmond]]></category>
		<category><![CDATA[David Cameron]]></category>
		<category><![CDATA[England]]></category>
		<category><![CDATA[Großbritannien]]></category>
		<category><![CDATA[Referendum]]></category>
		<category><![CDATA[Schottland]]></category>
		<category><![CDATA[Vereinigtes Königreich]]></category>
		<category><![CDATA[Verfassungdsdebatte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kramerkom.de/?p=1403</guid>
		<description><![CDATA[Unzufriedenheit mit London bleibt Beim Referendum über die staatliche Unabhängigkeit haben die Schotten mehrheitlich mit Nein gestimmt. Der britische Premier David Cameron gab im Vorfeld zu, dass er aufgrund des ungewissen Wahlausgangs nervös sei. Lange Zeit galt ein negativer Wahlausgang als gewiss; erst als sich ein starker Stimmungswandel Richtung Unabhängigkeit abzeichnete, reagierte die Regierung mit [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unzufriedenheit mit London bleibt<br />
</strong></p>
<p>Beim Referendum über die staatliche Unabhängigkeit haben die Schotten mehrheitlich mit Nein gestimmt. Der britische Premier David Cameron gab im Vorfeld zu, dass er aufgrund des ungewissen Wahlausgangs nervös sei. Lange Zeit galt ein negativer Wahlausgang als gewiss; erst als sich ein starker Stimmungswandel Richtung Unabhängigkeit abzeichnete, reagierte die Regierung mit der Aussicht auf weitere Autonomie für Schottland. Interessanterweise war es Cameron selbst, der 2012 den Vorschlag des SNP-Chefs Alex Salmond zu einer dritten Antwortmöglichkeit im Referendum (Ausweitung der Autonomie bei gleichzeitigem Verbleib in der Union) zurückwies und auf der Zuspitzung &#8220;Unabhängigkeit &#8211; ja oder nein?&#8221; bestand.<span id="more-1403"></span> Vielleicht hoffte er so, die Debatte nach dem Referendum zu beenden. Nach der Abstimmung bleibt nun die Erkenntnis, dass sehr viele Schotten, aber auch zunehmend Engländer, Waliser und Nordiren mit den  bestehenden Verhältnissen im Vereinigten Königreich weiterhin unzufrieden sind. Die Debatte wird sich also fortsetzen.</p>
<p><strong>Cameron: &#8220;Mir würde das Herz brechen&#8230;&#8221;</strong></p>
<p>Vor dem Referendum sagte Cameron: &#8220;Mir würde das Herz brechen, wenn es diese Nationenfamilie auseinanderrisse.&#8221; Er bot den Schotten wenige Tage vor der Abstimmung überraschend die zuvor ausgeschlossene dritte Möglichkeit an, aber nur dann, wenn diese mit &#8220;Nein&#8221; gegen die Unabhängigkeit stimmen. Ansonsten gebe es &#8220;kein Zurück&#8221;, erklärte er. Es könnte genau diese Mischung aus Umschmeichlung und Drohungen sein, die viele noch unentschiedene Wähler in Schottland als widersprüchlich empfanden und dazu bewog, für die Unabhängigkeit zu stimmen, auch wenn es keine Mehrheit für diesen Schritt gab.</p>
<p><strong>Reformen in Schottland, Reformstau in England<br />
</strong></p>
<p>Schottland und England haben sich in den letzten Jahrzehnten politisch und gesellschaftlich immer weiter auseinanderentwickelt. Auch wenn es viele verbindende Elemente in der Identität gibt, so haben sich die Schotten &#8211; ablesbar an den  Wahlergebnissen &#8211; vom konservativen Nach-Thatcher-Liberalismus deutlich entfernt. Gerade ein einziger Wahlkreis in Schottland wird von einem konservativen Abgeordneten gehalten. Für das schottische Parlament gilt das Verhältniswahlrecht, für das Unterhaus hingegen weiterhin das Mehrheitswahlrecht. Schottland wollte im Falle einer Unabhängigkeit eine geschriebene Verfassung verabschieden. Das Vereinigte Königreich ist nämlich das einzige Land in der EU und im britischen Commonwealth, das immer noch keine Verfassung besitzt. Eine zweite Parlamentskammer wie das britische Oberhaus mit ernannten (nicht gewählten) Abgeordneten, die zwar weitreichende Befugnisse haben, aber keine demokratische Legitimation, soll es in Schottland nicht geben.</p>
<p><strong>Großbritannien steht vor einer Föderalismusdebatte</strong></p>
<p>Schottland hat höhere Sozialausgaben als das restliche Vereinigte Königreich; die Universitäten erheben keine Studiengebühren. Insgesamt bewegt sich Schottland immer weiter hin zu einem eher europäisch geprägten Gesellschaftsmodell sozialer Marktwirtschaft mit reformierten Institutionen, während sich die zentralen politischen Institutionen in London in der Nach-Thatcher-Ära gegenüber Reformen weitgehend resistent zeigten und sich England eher für ein marktliberales amerikanisches Modell entschied. Im gesamten Vereinigten Königreich gab und gibt es zwar auch immer wieder Debatten um poltitische Reformen zum Wahlsystem, zur Legitimation der Oberhausabgeordneten, zu weiterer Dezentralisierung, zu mehr Autonomie auch für andere Regionen wie Wales und Nordirland, aber die meisten Projekte geraten nach einer Diskussionsphase ins Stocken und verlaufen im Sande.</p>
<p>Das Referendum konfrontiert nun auch England mit konstitutionellen Fragen und inneren Reformen. Am Wahlabend schlugen mehrere britische Politiker vor, England solle künftig über seine Belange selbst entscheiden, auch wenn Schottland in der Union verbleibt. Das bedeutet, auch England könnte ein eigenes englisches Parlament wählen lassen. Das wäre der Beginn einer ernsthaften Föderalismusdebatte im Vereinigten  Königreich.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kramerkom.de/2014/09/19/schottisches-referendum/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Arbeiten in multikulturellen Teams</title>
		<link>http://www.kramerkom.de/2013/04/03/arbeiten-in-multikulturellen-teams/</link>
		<comments>http://www.kramerkom.de/2013/04/03/arbeiten-in-multikulturellen-teams/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Apr 2013 12:02:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tfk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Führungskräfte]]></category>
		<category><![CDATA[Interkulturelle Kompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Personalthemen]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Teams]]></category>
		<category><![CDATA[Konfliktlösung]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturkonflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Multinationale Teams]]></category>
		<category><![CDATA[Personalführung]]></category>
		<category><![CDATA[Teamkonflikt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kramerkom.de/?p=1072</guid>
		<description><![CDATA[&#160; Wenn der Chef im Ausland sitzt&#8230; Unternehmen mit Standorten in mehreren Ländern stehen vor komplexen Herausforderungen. Multinationale Teams arbeiten grenz- und kulturüberschreitend zusammen und sind gezwungen, sich in verschiedenen Zeitzonen mit Kolleginnen und Kollegen abzustimmen. Bei einer solchen Konstellation kann es leicht zu Störungen kommen, die die Leistungsfähigkeit des Teams beeinträchtigen. Ein Beispiel aus [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_1208" class="wp-caption alignnone" style="width: 410px"><a href="http://www.kramerkom.de/wp-content/uploads/2013/04/2013-04_Teambesprechung_zs_web-e1366458463854.jpg"><img class="size-full wp-image-1208" title="2013-04_Teambesprechung_zs_web" src="http://www.kramerkom.de/wp-content/uploads/2013/04/2013-04_Teambesprechung_zs_web-e1366458463854.jpg" alt="" width="400" height="266" /></a><p class="wp-caption-text">Teambesprechung: Keine Scheu vor schwierigen Themen - Foto: © tfk</p></div>
<p><strong>Wenn der Chef im Ausland sitzt&#8230;</strong></p>
<p>Unternehmen mit Standorten in mehreren Ländern stehen vor komplexen Herausforderungen. Multinationale Teams arbeiten grenz- und kulturüberschreitend zusammen und sind gezwungen, sich in verschiedenen Zeitzonen mit Kolleginnen und Kollegen abzustimmen. Bei einer solchen Konstellation kann es leicht zu Störungen kommen, die die Leistungsfähigkeit des Teams beeinträchtigen.</p>
<p><span id="more-1072"></span></p>
<p>Ein Beispiel aus meiner Beratungspraxis: Der Chef und eine weitere Kraft sitzen in München. Die anderen Teammitglieder verteilen sich auf Boston, Dubai, Neu-Delhi und Schanghai. Die Kommunikation ist manchmal sprachlich nicht einfach und beschränkt sich meist auf E-Mail, Telefon und Webkonferenzen. Persönliche Kontakte und Begegnungen sind nur selten möglich.</p>
<p>Typischerweise konzentrieren sich multinationale Teams voll auf ihr Tagesgeschäft und gehen dabei von Bedingungen aus, die in ihrer Ursprungskultur gelten, die aber innerhalb des Gesamtteams weder ausgesprochen noch vereinbart wurden. Ohne ausführliche Verständigung fehlen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Mittel, fremde Stimmungen und Erwartungen präzise zu erfassen, unterschiedliche Interessenlagen offen zu thematisieren und Klärungen mit einem verbindlichen Vereinbarungscharakter herbeizuführen. Die Konsequenz sind Enttäuschungen auf allen Seiten.</p>
<p><strong>„Aber es geht doch um die Sache&#8230;“</strong></p>
<p>Wir kennen das alle: Ist die persönliche Beziehung konfliktfrei, geht die Arbeit leicht von der Hand. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber: Störungen, die nicht bearbeitet werden, erzeugen negative Gefühle. Sie binden Energie. Das kann soweit gehen, dass Ergebnisse ausbleiben, Termine verstreichen, Mitarbeiter das Team verlassen, finanzielle Verluste für das Unternehmen entstehen.</p>
<p>Ein ins Ausland ausgelagerter Standort – eigentlich gedacht als kostengünstige Alternative oder strategisch vorteilhafter Schritt – kann sich zum teuren Bumerang entwickeln. Was als harmonische Zusammenarbeit geplant war, endet dann in einer schwierigen Sackgasse, in der das Team kaum arbeitsfähig ist. Auch die fähigsten Führungskräfte können in einer solchen Situation in Schwierigkeiten geraten, wenn die Appelle an die Mitarbeiter nicht die eigentlichen Ursachen betreffen.</p>
<p>„Es geht doch um die Sache, also lassen wir unsere Emotionen beiseite und lösen einfach unsere Aufgaben.“ „Wir haben jetzt keine Zeit, über diese Probleme zu sprechen.“ Solche Reflexe sind verständlich, weil die Beschäftigung mit den Befindlichkeiten im Team anstrengend ist. Verdrängung verlagert die Konfliktlösung allerdings nur in die Zukunft.  Vermeidbar ist die Auseinandersetzung auf längere Sicht nicht. Die Akteure können ausscheiden oder wechseln – solange die Grundkonstellation erhalten bleibt, wird auch der Konflikt weiterbestehen.</p>
<p><strong>Welche Hilfe  kann ein Berater leisten?</strong></p>
<p>Ein verantwortungsbewusster Coach und Berater wird mit dem Team die tieferen Ursachen ansprechen, die zur Störung geführt haben. Abstrakt formuliert liegen diese in unterschiedlichen Regeln und Erwartungen, die nicht zum Abgleich gebracht werden. Das heißt, eigene Regeln und Erwartungen werden einfach vorausgesetzt, gelten aber je nach Kultur unterschiedlich.</p>
<p>So erfüllen Teams Aufträge, die die Zentrale oder ein Teamleiter vermeintlich gegeben, aber nicht beabsichtigt haben. Es kann auch sein, dass ein Auftrag von vornherein nicht verstanden oder nicht akzeptiert wird. Ein Beispiel: Die eine Seite erwartet eine bessere Erläuterung der übertragenen Aufgabe, während die andere Seite erwartet, dass bei mangelndem Verständnis eigenständig nachgefragt wird. Konsequenz: Die bei der Auftragsvergabe „eingesparte“ Energie muss nun in Nachbesserung und Konfliktlösung investiert werden.</p>
<p>Der Berater wird klären, warum Erwartungen enttäuscht wurden und welche Strategien das Team und die Leitung entwickeln können, damit künftig die Rollen der Akteure und die an sie geknüpften Erwartungen klarer und für alle Seiten verständlich formuliert werden können. Das Verhandeln von Kommunikationsregeln ist eine wichtige Voraussetzung für eine harmonische Zusammenarbeit. Gelingt dies freiwillig, entsteht auch eine Akzeptanz für ein gemeinsames Ziel und ein Konsens über den Weg dorthin.</p>
<p><strong>Hin zu einer gemeinsamen Unternehmenskultur</strong></p>
<p>Letztlich geht es in multinationalen Teams immer auch um Fragen der Teamidentität und Teamkultur, die aus gemeinsamen Überzeugungen gewonnen werden und persönliche Bindungen stärken. Auf diese Weise entsteht selbst über geographische und kulturelle Distanzen hinweg eine Verbindlichkeit, auf die sich die Akteure verlassen können.</p>
<p>Das Ergebnis ist nichts anderes als Vertrauen, das unabhängig von der jeweiligen Umgebungskultur entstehen kann. Selbstverständlich kann es weiterhin konkurrierende äußere Einflüsse der Kulturen vor Ort geben, die mit den Teamregeln nur schwer in Einklang zu bringen sein können. Aufgrund solcher Faktoren wäre es unrealistisch zu erwarten, dass sämtliche Teamkonflikte ein für alle mal gelöst werden könnten. Durch Veränderungen und neue Aufgaben entstehen wieder neue Konflikte.</p>
<p>Aber: Entscheidet sich das Team für eine offene Kultur der Konflitkbearbeitung, so kann es ihm gelingen, aus der Lebenswirklichkeit immer wieder konstruktiv zu lernen. Dieser Gruppenprozess ist eine kontinuierliche Erfahrung, die nicht anstrengend sein muss, sondern bereichernd wirken kann („lernende Organisation“). Die Führungskräfte sind dabei stets gefordert, neben den „eigentlichen“ Tagesaufgaben auch die Arbeitsfähigkeit und Weiterentwicklung ihres Team im Blick zu haben. Und das wiederum ist eine gute Investition, um auch das Tagesgeschäft des Unternehmens erfolgreich erledigen zu können.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kramerkom.de/2013/04/03/arbeiten-in-multikulturellen-teams/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Geschäftsessen in China</title>
		<link>http://www.kramerkom.de/2012/08/25/geschaftsessen-in-china/</link>
		<comments>http://www.kramerkom.de/2012/08/25/geschaftsessen-in-china/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 25 Aug 2012 14:41:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tfk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interkulturelle Kompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Länderwissen]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltenstipps]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[chinesisches Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Etikette]]></category>
		<category><![CDATA[Geschäftsessen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschäftsessen in China]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kramerkom.de/?p=813</guid>
		<description><![CDATA[Wie soll ich mich verhalten? Muss ich Hühnerfüße essen? Ein Essen mit Geschäftspartnern hat in China einen hohen Stellenwert und dient der Beziehungspflege. Als deutscher Besucher werden Sie bestimmt von Ihrem chinesischen Geschäftspartner zum Essen eingeladen. Dabei ist vieles ungewohnt: Der Umgang mit Stäbchen, unbekannte Gerichte, andere Tischsitten. Es ist von Vorteil, wenn Sie einige [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie soll ich mich verhalten? Muss ich Hühnerfüße essen?<br />
</strong></p>
<p>Ein Essen mit Geschäftspartnern hat in China einen hohen Stellenwert und dient der Beziehungspflege. Als deutscher Besucher werden Sie bestimmt von Ihrem chinesischen Geschäftspartner zum Essen eingeladen. Dabei ist vieles ungewohnt: Der Umgang mit Stäbchen, unbekannte Gerichte, andere Tischsitten. Es ist von Vorteil, wenn Sie einige chinesische Grundregeln zur Etikette im Restaurant kennen.<span id="more-813"></span></p>
<p>Ein Abendessen schließt sich meist sofort an einen Geschäftstermin an und beginnt häufig bereits zwischen 17.30 und 18.30 Uhr, also früher als in Deutschland. Wenn Sie geschäftlich ins Restaurant eingeladen werden, führt man Sie normalerweise in einen separaten Speiseraum. Dort findet sich ein runder Tisch mit einer drehbaren Glasplatte, auf der die Gerichte serviert werden, so dass alle Tischgäste reihum die verschiedenen Speisen erreichen können.</p>
<p><strong>Die Sitzordnung: Wichtige Botschaften</strong></p>
<p>Bei der Ankunft im Speiseraum gilt es, eine Sitzordnung zu beachten. Der höchstrangige Verteter der Gastgeberseite hat die Tischposition gegenüber der Eingangstür und damit den besten Überblick. Dieser Sitzplatz ist in vielen Restaurants durch eine höhere Serviette gekennzeichnet. Aus Großzügigkeit wird man Ihnen genau diesen Platz anbieten. Dieses Angebot sollten Sie aber höflich ausschlagen und stattdessen den Platz links neben der Gastgeberposition einnehmen. Wenn Sie in Begleitung einer Dolmetscherin/eines Dolmetschers sind, so sitzt diese/r wiederum links von Ihnen. Rechts vom Hauptgastgeber oder ihm gegenüber sitzten die in der Hierarchie nachfolgenden Vertreter der Gastgeberseite.</p>
<p>Bei wiederkehrenden Restaurantbesuchen mit eher informellem Charakter weichen diese Etiketteregeln auf und werden weniger beachtet. Höherrangige Vertreter der Gastgeberseite lassen sich bei solchen Routineterminen meist vertreten.</p>
<p><strong>Hühnerfüße und andere Leckerbissen</strong></p>
<p>Die chinesische Küche ist sehr abwechslungsreich und je nach Region unterschiedlich stark gewürzt. Ähnlich wie in Frankreich und Italien hat sich in den vergangenen Jahrhunderten an den Höfen der Regierenden eine raffinierte Hochküche herausgebildet, deren Traditionen in der Gastronomie bis heute fortdauern. Den größten Kontrast zu europäischen Geschmacksgewohnheiten bilden wahrscheinlich die mit Pfeffer und Chili sehr scharf gewürzten Speisen in der Provinz Sichuan und im angrenzenden Chongqing. Dort gibt es auch den traditionellen <a title="Wikipedia: Feuertopf" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Feuertopf" target="_blank">Feuertopf</a> (englisch: <strong>hot pot</strong>), bei dem die Speisen zum Garen in scharf gewürztes Öl getaucht werden. Viele Gerichte sind für den westlichen Gaumen ungewohnt, wie z. B. Hühnerfüße, Quallen oder gewürfelte Schweinsohren.</p>
<p><strong>Was tun, wenn ich bestimmte Speisen nicht mag?</strong></p>
<p>Das Angebot auf dem Tisch wird meist so abwechslungsreich sein, dass Sie etwas nach Ihrem Geschmack finden. Ich habe schon unzählige Restaurants in China besucht, und bis heute ist es mir nicht vorgekommen, dass man Hunde, Katzen, Affen oder gar Ratten serviert hätte. Entsprechende Gerichte gibt es zwar, aber deren Konsum ist selbst für chinesische Verhältnisse eher selten und beschränkt sich auf bestimmte Gesellschaftsschichten oder Regionen.</p>
<p><strong>Mutig probieren&#8230;</strong></p>
<p>Vielen Chinesen ist bewusst, dass westliche Besucher bei einigen Speisen zögern. Trotzdem wird man Sie wohlwollend auffordern, alles zu probieren. Manchmal serviert Ihnen auch ein Tischnachbar einige Happen mit seinen Stäbchen. Das ist nett gemeint, auch wenn es aus westlicher Sicht etwas aufdringlich erscheint. Probieren Sie einfach! Was Sie überhaupt nicht mögen, können Sie auf Ihrem Teller liegenlassen. Wenn Sie mutig probieren, werden Sie in den meisten Fällen angenehm überrascht sein.</p>
<blockquote>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Tipps für Ihr Geschäftsessen  in China</strong></p>
<ul style="padding-left: 30px;">
<li>Nehmen Sie möglichst nicht den zentralen Platz gegenüber der Tür ein. Dieser ist dem zahlenden Gastgeber vorbehalten.</li>
<li>Üblicherweise wird mit Stäbchen gegessen, aber Besteck ist fast immer auf Anfrage erhältlich. Man wird Verständnis aufbringen, falls Sie den Umgang mit Stäbchen nicht beherrschen.</li>
<li>Sie  können Ihren Gastgeber beeindrucken, indem Sie routiniert mit Stäbchen essen. Wenn Sie es schaffen, eine einzelne Erdnuss zwischen zwei Stäbchen zum Mund zu führen, sind Sie ein Könner!</li>
<li>Speisen, die Sie verzehren möchten, halten Sie mit den Stäbchen über der runden Porzellanschale oder legen Sie darin vorübergehend ab. Die Porzellanschale hat die Funktion unseres westlichen Tellers.</li>
<li>Der mittelgroße Teller vor Ihnen dient der Aufnahme von Speiseresten wie Knochen, Fischgräten, Fruchtschalen usw. Er hat eine andere Funktion als im Westen und wird vom Restaurantpersonal regelmäßig gegen einen neuen Teller ausgetauscht.</li>
<li>Falls Sie bestimmte Speisen überhaupt nicht probieren mögen, empfiehlt sich ein Hinweis auf Unverträglichkeiten oder Allergien. Vermeiden Sie zu schroffe Zurückweisungen oder den Ausdruck von Ekel.</li>
<li>Erfahrene Dolmetscher sind Ihnen behilflich, indem sie sich bei der Bestellung der Speisen diskret mit den Gastgebern abstimmen und eine Vorauswahl treffen, die Ihren Vorstellungen entspricht.</li>
<li>Gegen Ende des Essens werden zusätzliche Portionen Reis oder Nudeln serviert. Diese Extraportionen sind nur &#8220;Sattmacher&#8221; zum Abschluss und werden meist nicht vollständig verzehrt.</li>
<li>Wenn Sie nach ausgiebigem Essen gefragt werden, ob Sie noch mehr Reis oder Nudeln möchten, lehnen Sie höflich ab. Anderenfalls nimmt man an, Sie seien nicht satt geworden oder es habe Ihnen bisher nicht geschmeckt.</li>
<li>Der ranghöchste Gastgeber gibt ein Signal, dass das Essen beendet ist. Anschließend stehen alle Tischgäste auf und verlassen gemeinsam das Restaurant.</li>
<li>In den internationalen Hotels gibt es immer ein chinesisches und ein westliches Restaurant. Wenn Sie in China  unterwegs sind, sollten Sie damit rechnen, dass selbst in großen Hotels viele Restaurants schon ab 21 Uhr geschlossen sind. Nach dieser Zeit müssen Sie mit dem Zimmerservice vorlieb nehmen oder sich außerhalb des Hotels versorgen.</li>
</ul>
</blockquote>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kramerkom.de/2012/08/25/geschaftsessen-in-china/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>USA: Affäre Strauss-Kahn</title>
		<link>http://www.kramerkom.de/2011/05/20/usa-affare-strauss-kahn/</link>
		<comments>http://www.kramerkom.de/2011/05/20/usa-affare-strauss-kahn/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 May 2011 07:22:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tfk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interkulturelle Kompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltenstipps]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[IWF]]></category>
		<category><![CDATA[Millionenklage]]></category>
		<category><![CDATA[sexuelle Belästigung]]></category>
		<category><![CDATA[Strauss-Kahn]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Vereinigte Staaten]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kramerkom.de/?p=566</guid>
		<description><![CDATA[Während der frühere IWF-Präsident Dominique Strauss-Kahn in den USA wegen des Vorwurfs einer versuchten Vergewaltigung unter Anklage steht, spekuliert man in Frankreich darüber, ob der Vorwurf inszeniert worden sei, um dem Politiker zu schaden. Ein Zimmermädchen im New Yorker Sofitel, einem Hotel der französischen Accor-Gruppe, hatte den Politiker der Sozialistischen Partei Frankreichs beschuldigt, sie sexuell [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Während der frühere IWF-Präsident Dominique Strauss-Kahn in den USA wegen des Vorwurfs einer versuchten Vergewaltigung unter Anklage steht, spekuliert man in Frankreich darüber, ob der Vorwurf inszeniert worden sei, um dem Politiker zu schaden. Ein Zimmermädchen im New Yorker Sofitel, einem Hotel der französischen Accor-Gruppe, hatte den Politiker der Sozialistischen Partei Frankreichs beschuldigt, sie sexuell belästigt zu haben</p>
<p><span id="more-566"></span></p>
<p>Das Gericht muss nun entscheiden wie das, was in New York passierte, zu beurteilen ist. Selbstverständlich ist eine Vergewaltigung ein schweres Verbrechen, das entsprechend geahndet werden sollte. Verwerflich ist es allerdings auch, wenn eine solche Straftat vorgetäuscht wird. Langwierige Gerichtsprozesse zeigen, wie schwierig die nachträgliche Rekonstruktion der Ereignisse sein kann.</p>
<p>Bei interkulturellen Trainings mit dem Zielland USA werde ich häufiger mit der besorgten Frage konfrontiert, wie sich mögliche unberechtigte Vorwürfe der sexuellen Belästigung vermeiden lassen. Steht erst einmal eine Klage im Raum, so können auf die angeklagte Person und das Unternehmen Forderungen in Millionenhöhe zukommen.</p>
<p><strong>Bei beruflichen Aufenthalten in den USA sollten Sie deshalb folgende Verhaltenstipps beachten:</strong></p>
<ul>
<li>Machen Sie sich umgehend mit den Verhaltensregeln des Unternehmens und mit örtlichen gesetztlichen Bestimmungen vertraut.</li>
<li>Lassen Sie unbeabsichtigte Berührungen in beengten Verhältnissen (Fahrstuhl, Flugzeug, Bus, U-Bahn) niemals unkommentiert, sondern entschuldigen Sie sich umgehend und für das Umfeld deutlich erkennbar.</li>
<li>Vermeiden Sie Vier-Augen-Gespräche in uneinsehbaren Räumlichkeiten ohne weitere Zeugen (Seminarraum, Pausenraum); dies gilt insbesondere für Begegnungen zwischen Mann und Frau.</li>
<li>Wählen Sie für Unterredungen mit nur einer anderen Person die meist vorhandenen gläserne Konferenz- oder Besprechungsräume, die von anderen Mitarbeitern eingesehen werden können. Sollte dies nicht möglich sein, so ziehen Sie eine weitere Person hinzu oder halten sich in einem öffentlichen Bereich auf (Rezeption, Lobby).</li>
<li>Wenn Sie in einem Hotel den Zimmerservice bestellen, nehmen Sie das Tablett an der Tür entgegen; achten Sie darauf, dass Sie vollständig bekleidet sind und nicht etwa im Pyjama oder im Bademantel die Tür öffnen.</li>
<li>Sollte unerwartet jemand an der Tür Ihres Hotelzimmers klopfen, so vergewissern Sie sich per Anruf bei der Rezeption, dass es sich tatsächlich um Hotelpersonal handelt.</li>
<li>Tragen Sie bei einem Besuch in der Hotelsauna stets Badebekleidung.</li>
</ul>
<p>Auch wenn es in den USA leichter als in Europa zu Klagen kommen kann, so sind diese bei Beachtung der strengeren Vorsichtsmaßnahmen eher selten. Generell gilt: Achten Sie auf das Verhalten der Menschen in Ihrer Umgebung und vertrauen Sie Ihrer Intuition. Nach einer Weile entwickeln Sie ein besseres Gespür dafür, wie Sie sich angemessen verhalten und zweideutige Situationen vermeiden können.</p>
<p>(tfk)</p>
<p><strong>Sie interessieren sich für ein interkulturelles Training oder eine Beratung zum Thema Vereinigte Staaten von Amerika? </strong>Dann klicken Sie <a href="http://www.kramerkom.de/kompetenzen/kulturen-verstehen/">hier</a> oder nehmen Sie direkt zu mir <a href="http://www.kramerkom.de/kontakt/">Kontakt</a> auf.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kramerkom.de/2011/05/20/usa-affare-strauss-kahn/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
