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	<title>Kramerkom - Interkulturelle Kommunikation, Thomas F. Kramer, Köln &#187; Allgemein</title>
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		<title>Wahlanalyse 2017</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Sep 2017 14:50:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tfk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Angela Merkel galt früher als die Kanzlerin, die schon mehrfach ein gutes Gespür für Stimmungen in der Bevölkerung hatte und deshalb politisch einige Schwenks vollführte, z. B. in der Atompolitik. So blieb sie mehrheitsfähig und erreichte höchste Zufriedenheitswerte. Jede erfolgreiche Führungskraft, ob in Politik oder in Unternehmen, hat Vorteile, wenn sie über ein solch zuverlässiges [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Angela Merkel galt früher als die Kanzlerin, die schon mehrfach ein gutes Gespür für Stimmungen in der Bevölkerung hatte und deshalb politisch einige Schwenks vollführte, z. B. in der Atompolitik. So blieb sie mehrheitsfähig und erreichte höchste Zufriedenheitswerte.</p>
<p>Jede erfolgreiche Führungskraft, ob in Politik oder in Unternehmen, hat Vorteile, wenn sie über ein solch zuverlässiges Gespür verfügt. Gibt es hier eigentlich &#8220;Gesetzmäßigkeiten&#8221;, nach denen ein inneres Stimmungsbarometer von Personen in Leitungspositionen funktioniert? Und gibt es Faktoren, die dazu führen, dass einer Leitungsfigur das Grundgespür abhanden kommt? Meine Vorab-Wahlprognose am Wahlsonntag: Ich rechne mit einer Überraschung&#8230;<span id="more-1595"></span></p>
<p>Aus meiner beraterischen Sicht ist es wünschenswert, wenn Führungskräfte (und also auch Politiker) mit ihren  Mitarbeitern (Wählern) innerlich verbunden sind. Dabei ist es hilfreich, wenn Tatsachen &#8212; und dazu gehören durchaus auch Stimmungen wie Sorgen, Bedenken, Widerstände &#8212; anerkannt und klar gesehen werden. Eine Führungskraft muss dazu nicht mit den Mitarbeitern einer Meinung sein. Es ist aber erforderlich, dass sie abweichende Meinungen aufrichtig würdigt.</p>
<p>Systemisch gesehen entsteht also Verbundenheit durch Anerkennung. Umgekehrt dürfen wir schließen, dass jegliches Ausblenden (ein &#8220;Nicht-Sehen-Wollen&#8221; oder &#8220;Nicht-Wahrhaben-Wollen&#8221;) zu Opposition und Widerstand führt. Was sollten wir hieraus im Hinblick auf das Wahlergebnis 2017 schlussfolgern? Und was können Führungskräfte daraus lernen?</p>
<p>Erinnern Sie sich noch an das &#8220;Wir schaffen das!&#8221; von Frau Merkel? Problematisch war hierbei einerseits, dass Frau Merkel nicht auf das Was und das Wie eingegangen ist (also sehr vage blieb), und andererseits, dass sie diesen Satz in einem erstaunlich trotzigen Ton gesprochen hat, also letztlich in Opposition zu größeren Teilen der Öffentlichkeit.</p>
<p>Zwar hat sie letzlich in der Flüchtlingspolitik eine deutliche Kehrtwende vollzogen, jedoch ohne ihre anfängliche Haltung selbstkritisch zu hinterfragen. Die großen Medien haben es ebenfalls versäumt, sie nach Widersprüchen zu befragen (etwa: &#8220;Wenn sich 2015 keinesfalls wiederholen darf, sehen Sie dann ihre damalige Entscheidung in einem kritischen Licht?&#8221;)</p>
<p>Denkt man streng logisch, müssten eigentlich die Merkel-Kritiker und die Gegner der offenen Grenzen heute sagen: &#8220;Also gut, Frau Merkel hat ihre Meinung geändert bzw. die tatsächliche Politik ist heute anders als 2015.&#8221; Die Opposition gegen ihre Politik müsste demnach allmählich abnehmen oder verstummen. Genau das Gegenteil ist aber der Fall.</p>
<p>Der Grund: Frau Merkel hat den dritten Schritt vor dem zweiten getan. Sie hat ihr Handeln de facto korrigiert, gleichzeitig aber verbal darauf beharrt, dass ihre früheren Entscheidungen&#8221;richtig&#8221; oder &#8220;alternativlos&#8221; gewesen seien. Es fehlt als zweiter Schritt das aufrichtige, selbstkritische Hinschauen auf Schritt eins. Wer so verfährt, dem kommt zwangsläufig ein großer Teil der Anhänger abhanden.</p>
<p>Die Folge wird meiner Meinung nach eine Überraschung beim Wahlergebnis sein. Auch ohne großen Wahlforschungsaufwand und entgegen der meisten Umfragen darf man aus den oben beschriebenen Zusammenhängen schließen, dass die Union ein historisch niedriges Wahlergebnis einfahren wird und sich die Opposition in Proteststimmen äußern wird. Ursache ist letzlich &#8212; so sehe ich es als systemischer Berater &#8212; Frau Merkels innere Haltung (mangelnde Verbundenheit), die eine solche Gegenstimmung verstärkt hat.</p>
<p>Wie wäre es anders gegangen? Ganz einfach: Den erforderlichen Zwischenschritt einbauen, nämlich wahrnehmen und &#8220;aufrichtig eingestehen, was ist&#8221;, nämlich Sorgen in der Bevölkerung, die Heterogenität der Zugewanderten, unterschiedliche Werteverständnisse, Irritationen bei europäischen Nachbarn, eigene Fehleinschätzungen und Fehler.</p>
<p>Führungskräfte in Unternehmen können aus diesem Beispiel lernen. Letztlich sind es quasi mathematische Wechselwirkungen, die sich relativ leicht vorhersagen lassen, sofern man die systemischen Zusammenhänge kennt. Führungskräfte und Unternehmensleitungen können also &#8220;vorsorgen&#8221;, wenn sie wollen, dass Mitarbeiter und Kunden bei ihnen bleiben.</p>
<p>Meine Vorhersage um 15.50 Uhr am Wahlsonntag: CDU/CSU: unter 35 % &#8211; SPD: unter 25 % &#8211; AfD: um 15 % &#8211; FDP: um 10 % &#8211; Linke: um 10 % &#8211; Grüne: um 7 %. Schauen wir mal, ob die Vorhersage funktioniert&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Schottisches Referendum</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Sep 2014 23:47:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tfk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaftliche Debatten]]></category>
		<category><![CDATA[Interkulturelle Kompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Länderwissen]]></category>
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		<description><![CDATA[Unzufriedenheit mit London bleibt Beim Referendum über die staatliche Unabhängigkeit haben die Schotten mehrheitlich mit Nein gestimmt. Der britische Premier David Cameron gab im Vorfeld zu, dass er aufgrund des ungewissen Wahlausgangs nervös sei. Lange Zeit galt ein negativer Wahlausgang als gewiss; erst als sich ein starker Stimmungswandel Richtung Unabhängigkeit abzeichnete, reagierte die Regierung mit [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unzufriedenheit mit London bleibt<br />
</strong></p>
<p>Beim Referendum über die staatliche Unabhängigkeit haben die Schotten mehrheitlich mit Nein gestimmt. Der britische Premier David Cameron gab im Vorfeld zu, dass er aufgrund des ungewissen Wahlausgangs nervös sei. Lange Zeit galt ein negativer Wahlausgang als gewiss; erst als sich ein starker Stimmungswandel Richtung Unabhängigkeit abzeichnete, reagierte die Regierung mit der Aussicht auf weitere Autonomie für Schottland. Interessanterweise war es Cameron selbst, der 2012 den Vorschlag des SNP-Chefs Alex Salmond zu einer dritten Antwortmöglichkeit im Referendum (Ausweitung der Autonomie bei gleichzeitigem Verbleib in der Union) zurückwies und auf der Zuspitzung &#8220;Unabhängigkeit &#8211; ja oder nein?&#8221; bestand.<span id="more-1403"></span> Vielleicht hoffte er so, die Debatte nach dem Referendum zu beenden. Nach der Abstimmung bleibt nun die Erkenntnis, dass sehr viele Schotten, aber auch zunehmend Engländer, Waliser und Nordiren mit den  bestehenden Verhältnissen im Vereinigten Königreich weiterhin unzufrieden sind. Die Debatte wird sich also fortsetzen.</p>
<p><strong>Cameron: &#8220;Mir würde das Herz brechen&#8230;&#8221;</strong></p>
<p>Vor dem Referendum sagte Cameron: &#8220;Mir würde das Herz brechen, wenn es diese Nationenfamilie auseinanderrisse.&#8221; Er bot den Schotten wenige Tage vor der Abstimmung überraschend die zuvor ausgeschlossene dritte Möglichkeit an, aber nur dann, wenn diese mit &#8220;Nein&#8221; gegen die Unabhängigkeit stimmen. Ansonsten gebe es &#8220;kein Zurück&#8221;, erklärte er. Es könnte genau diese Mischung aus Umschmeichlung und Drohungen sein, die viele noch unentschiedene Wähler in Schottland als widersprüchlich empfanden und dazu bewog, für die Unabhängigkeit zu stimmen, auch wenn es keine Mehrheit für diesen Schritt gab.</p>
<p><strong>Reformen in Schottland, Reformstau in England<br />
</strong></p>
<p>Schottland und England haben sich in den letzten Jahrzehnten politisch und gesellschaftlich immer weiter auseinanderentwickelt. Auch wenn es viele verbindende Elemente in der Identität gibt, so haben sich die Schotten &#8211; ablesbar an den  Wahlergebnissen &#8211; vom konservativen Nach-Thatcher-Liberalismus deutlich entfernt. Gerade ein einziger Wahlkreis in Schottland wird von einem konservativen Abgeordneten gehalten. Für das schottische Parlament gilt das Verhältniswahlrecht, für das Unterhaus hingegen weiterhin das Mehrheitswahlrecht. Schottland wollte im Falle einer Unabhängigkeit eine geschriebene Verfassung verabschieden. Das Vereinigte Königreich ist nämlich das einzige Land in der EU und im britischen Commonwealth, das immer noch keine Verfassung besitzt. Eine zweite Parlamentskammer wie das britische Oberhaus mit ernannten (nicht gewählten) Abgeordneten, die zwar weitreichende Befugnisse haben, aber keine demokratische Legitimation, soll es in Schottland nicht geben.</p>
<p><strong>Großbritannien steht vor einer Föderalismusdebatte</strong></p>
<p>Schottland hat höhere Sozialausgaben als das restliche Vereinigte Königreich; die Universitäten erheben keine Studiengebühren. Insgesamt bewegt sich Schottland immer weiter hin zu einem eher europäisch geprägten Gesellschaftsmodell sozialer Marktwirtschaft mit reformierten Institutionen, während sich die zentralen politischen Institutionen in London in der Nach-Thatcher-Ära gegenüber Reformen weitgehend resistent zeigten und sich England eher für ein marktliberales amerikanisches Modell entschied. Im gesamten Vereinigten Königreich gab und gibt es zwar auch immer wieder Debatten um poltitische Reformen zum Wahlsystem, zur Legitimation der Oberhausabgeordneten, zu weiterer Dezentralisierung, zu mehr Autonomie auch für andere Regionen wie Wales und Nordirland, aber die meisten Projekte geraten nach einer Diskussionsphase ins Stocken und verlaufen im Sande.</p>
<p>Das Referendum konfrontiert nun auch England mit konstitutionellen Fragen und inneren Reformen. Am Wahlabend schlugen mehrere britische Politiker vor, England solle künftig über seine Belange selbst entscheiden, auch wenn Schottland in der Union verbleibt. Das bedeutet, auch England könnte ein eigenes englisches Parlament wählen lassen. Das wäre der Beginn einer ernsthaften Föderalismusdebatte im Vereinigten  Königreich.</p>
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		<title>Coaching in der Natur</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Dec 2013 14:24:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tfk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Führungskräfte]]></category>
		<category><![CDATA[Burn-out]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Ruhe]]></category>

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		<description><![CDATA[Freier Blick für das Wesentliche Wie sich doch Perspektiven ändern können! Eben noch war ich in der Hektik der Großstadt, und nun im Nationalpark Harz. Ich nehme mir ein paar Tage, um auszuspannen und nachzudenken. Keine Autos, keine Betriebsamkeit, nicht einmal andere Menschen um mich herum &#8211; ein freier Blick auf den Brocken, den Berg, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1328" class="wp-caption alignnone" style="width: 410px"><a href="http://www.kramerkom.de/wp-content/uploads/2013/12/2013-06-05_Rosi_Harz_zs_web-e1387410753866.jpg"><img class="size-full wp-image-1328" alt="Rosi P. erzählt mir von ihrer Begegnung mit dem  Hirschen - Foto: ©  tfk" src="http://www.kramerkom.de/wp-content/uploads/2013/12/2013-06-05_Rosi_Harz_zs_web-e1387410753866.jpg" width="400" height="267" /></a><p class="wp-caption-text">Rosi P. erzählt mir von ihrer Begegnung mit dem Hirschen &#8211; Foto: © tfk</p></div>
<p><strong>Freier Blick für das Wesentliche</strong></p>
<p>Wie sich doch Perspektiven ändern können! Eben noch war ich in der Hektik der Großstadt, und nun im <a title="Nationalpark Harz" href="http://www.nationalpark-harz.de/" target="_blank">Nationalpark Harz</a>. Ich nehme mir ein paar Tage, um auszuspannen und nachzudenken. Keine Autos, keine Betriebsamkeit, nicht einmal andere Menschen um mich herum &#8211; ein freier Blick auf den <a title="Wikipedia: Brocken" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Brocken" target="_blank">Brocken</a>, den Berg, der auch Dichter wie Goethe und Heine beschäftigte.<span id="more-1272"></span></p>
<p>In der Abgeschiedenheit des Waldes begegne ich einer Wanderin, die sich auf einem Stein ausruht. Wir beschließen, einen Teil unseres Weges gemeinsam zu gehen. Die Mitwanderin stellt sich mir als Rosi vor. Rosi P. aus Leipzig. Nach der Wende, so Rosi, habe sie eine Zeit lang in Österreich gearbeitet. Auch dort fand sie Gefallen am Wandern in der Natur.</p>
<p><strong>Auge in Auge mit einem Hirschen</strong></p>
<p>Das schönste Naturerlebnis habe sie gehabt, als sie für sich allein unterwegs war. Eines Tages, im <a title="Nationalpark Hohe Tauern" href="http://www.hohetauern.at/de/" target="_blank">Nationalpark Hohe Tauern</a>, habe sie in der Nähe einer einsamen Alpenhütte Rast gemacht und in die Ferne geschaut. Dann sei ein <a title="Wikipedia: Hirsche" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hirsche" target="_blank">Hirsch</a> auf sie zugekommen, immer näher &#8211; bis er irgendwann vor ihr stand, ihr direkt gegenüber, und ihr in die Augen blickte. So schauten sich Rosi und der Hirsch eine Weile an, zwei Mitgeschöpfe, einander äußerlich fremd, aber doch auf wundervolle Art und Weise miteinander verbunden.</p>
<p><strong> Beeindruckende Momente</strong></p>
<p>Die Begegnung mit dem Hirschen und der gegenseitige Blick in die Augen sei ein sehr beeindruckender Moment in ihrem Leben gewesen, so Rosi. Ich fühle mich erinnert an eine Schlüsselszene aus dem Film „<a title="Wikipedia: Die Queen (Film)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Queen" target="_blank">Die Queen</a>“. Elisabeth II. und ein Hirsch in den schottischen Highlands. Kein anderer Mensch weit und breit. Die Begegnung rührt an, es ist geradezu paradox: In der Einsamkeit erkennt die Königin, dass sie nicht allein ist und kann so ihr schwieriges Verhältnis zu ihrem Volk überdenken und es letztlich für sich zurückgewinnen.</p>
<p><strong>Es gibt die ganz großen, die wichtigen Dinge&#8230;</strong></p>
<p>Die filmische Umsetzung mag etwas dick aufgetragen sein. Rosis Schilderung klingt dagegen sehr authentisch. Ich erspüre, was damals in Rosi vorgegangen ist und was sie durch ihre Schilderung jetzt wieder wachruft. Es gibt die ganz großen, die wichtigen Dinge, die ein Menschenleben überdauern. So wie ein Sternenhimmel in klarer Sommernacht fernab der Großstadtlichter. Das sind Dinge, für die wir im Alltag blind geworden  sind, weil wir uns keine Ruhe mehr gönnen, sie wahrzunehmen. Auch bei mir hat sich etwas bewegt. Danke, Rosi, für diese wunderbare Geschichte!</p>
<blockquote><p>„Es ist viel klüger, du entziehst dich von Zeit zu Zeit deinen Beschäftigungen, als dass sie dich ziehen und und dich nach und nach an einen Punkt führen, an dem du nicht landen willst.  [...] Wenn du dein ganzes Leben und Erleben völlig ins Tätigsein verlegst und keinen Raum mehr für Besinnung vorsiehst, soll ich dich da loben? [...] Wie kannst du aber voll und echt ein Mensch sein, wenn du dich selbst verloren hast? [...] Gönne dich dir selbst!“<br />
<strong>Bernhard von Clairvaux</strong> (um 1090 &#8211; 1153)<br />
in einem Schreiben an Papst Eugen III.</p></blockquote>
<p>Sie möchten Perspektivwechsel und interessieren sich für ein Coaching in der Natur? <a title="Thomas F. Kramer: Kontakt" href="http://www.kramerkom.de/kontakt/" target="_blank">Sprechen Sie  mich an.</a></p>
<p>Bisher im Angebot: <a title="Nationalpark Eifel" href="http://www.nationalpark-eifel.de/" target="_blank">Nationalpark Eifel</a> (Heimbach), <a title="Nationalpark Harz" href="http://www.nationalpark-harzl.de" target="_blank">Nationalpark Harz</a> (Bad Harzburg), <a title="Nationalpark Wattenmeer" href="http://www.nationalpark-wattenmeer.de/" target="_blank">Nationalpark Wattenmeer</a> (Wangerooge). Jeweils mit begleiteter Wanderung und kulinarischen Pausen. Weitere Orte auf Anfrage.</p>
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		<title>Ein 11. September in Berlin</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Sep 2011 16:10:14 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[11. September]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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		<description><![CDATA[Ist Multikulti gescheitert? Ich erlebe eine Realsatire Während sich Berlin im Wahlkampf befindet, verbringe ich den sonnigen Vormittag in einem Straßencafé im bürgerlichen Stadtteil Wilmersdorf und lese Zeitung. Wenige Tage zuvor waren in Neukölln und Kreuzberg zwei mutmaßliche Terroristen festgenommen worden. Sie verkehrten in einem islamischen Kulturzentrum, dessen Leitung allerdings nicht im Verdacht der Polizei [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ist Multikulti gescheitert? Ich erlebe eine Realsatire<br />
</strong></p>
<p>Während sich Berlin im Wahlkampf befindet, verbringe ich den sonnigen Vormittag in einem Straßencafé im bürgerlichen Stadtteil Wilmersdorf und lese Zeitung. Wenige Tage zuvor waren in Neukölln und Kreuzberg zwei mutmaßliche Terroristen festgenommen worden. Sie verkehrten in einem islamischen Kulturzentrum, dessen Leitung allerdings nicht im Verdacht der Polizei stand.</p>
<p><span id="more-643"></span></p>
<p>Ich lese weiter, dass Thilo Sarrazin das Wahlprogramm seiner Partei SPD zum Thema Integration kritisiert. Die Partei ignoriere, so Sarrazin, „dass es innerhalb der Einwanderer Gruppen gibt, die sich systematisch unterschiedlich zur Gesellschaft öffnen und deshalb auch unterschiedliche Integrationserfolge haben.“ Mit meinem Gegenüber entwickelt sich eine Diskussion. Er ist Einwanderer, stammt aus dem muslimischen Kulturraum und findet, dass Sarrazin mit einigen seiner Thesen durchaus Recht habe.</p>
<p><strong>Monologe statt „</strong><strong>bella famiglia“</strong></p>
<p>Unterdessen nimmt am Nebentisch eine italienische Familie Platz. Eltern, Kinder und ein deutscher Freund der Familie sprechen ein Gemisch aus Italienisch, Deutsch und Englisch. Der Deutsche entpuppt sich als Oberlehrer und erklärt den italienischen Kindern monologhaft das Vorhandensein von dunkler Materie im Weltall, das Funktionieren eines Flugzeuges und die schwierigen Bedingungen beim Besteigen des Mount Everests. Die Kinder sind nur mäßig interessiert, aber das hält den Deutschen nicht von seinen Vorträgen ab.</p>
<p><strong>Ein Bier trinkender Iraker</strong></p>
<p>Zwei südländisch aussehende Herren unterbrechen ihren Sonntagsspaziergang und setzen sich an einen weiteren Nachbartisch. Meine Begleitung kann sie wegen ihres arabischen Akzents als Iraker identifizieren. Einer der beiden bestellt sich ein Bier, der andere eine Cola. Auf Arabisch unterhalten sie sich über die Leihfahrräder der Deutschen Bahn und äußern die Meinung, dass die Israelis unter einem Minderwertigkeitskomplex litten. Meine Begleitung schmunzelt über den schnellen Themenwechsel. Nachdem der eine Iraker sein Bier zur Hälfte ausgetrunken hat, ziehen die beiden weiter. Der Biertrinker hält eine Plastiktüte in der Hand mit der deutschen Aufschrift: „Na klar, alkoholfrei in der Schwangerschaft!“</p>
<p><strong>Multikulti lebt &#8211; zumindest an diesem Sonntag</strong></p>
<p>Es ist ein friedlicher Tag in Berlin. Ich denke an die Probleme von Neukölln und Kreuzberg, die deutsche Integrationsdebatte und die Ereignisse in New York vor zehn Jahren. Ich denke an den Einsturz des World Trade Centers. Einige Jahre zuvor stand ich einmal auf der Aussichtsplattform des einen Turms. Da tippte mir jemand auf die Schulter und fragte mich: „Excuse me, are you from Cologne?“ All das wirkt weit entfernt und doch so nah. Multikulti &#8211; einerseits Sehnsucht nach Harmonie mit der Welt &#8211; andererseits bezugloses, beliebiges Nebeneinander. Der Alltag sieht anders aus. Beziehung heißt  Auseinandersetzung, Ringen um die Regeln, nach denen das gemeinsame Leben, Handeln und Arbeiten funktionieren soll. Doch das ist ein Thema für den Alltag, nicht für diesen Sonntag, 11. September 2011.</p>
<p><strong>Sie interessieren sich für ein interkulturelles Training oder eine Beratung zum Thema Integrationsdebatte in Deutschland? </strong>Dann klicken Sie <a href="http://www.kramerkom.de/kompetenzen/kulturen-verstehen/">hier</a> oder nehmen Sie direkt zu mir <a href="http://www.kramerkom.de/kontakt/">Kontakt</a> auf.</p>
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